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Bis 1500

Bürger die Ihre Stadt schützen mussten, hat es sicherlich gegeben, sobald sich das Gemeinwesen Holtesmeni gebildet hat. Diese Bürgerschützen sorgten, im Gegensatz zu den geworbenen Söldnern, für die Verteidigung des Gemeinwesens und hatten daneben vielfältige Aufgaben, wie zum Beispiel die Wahrnehmung des Feuerlöschwesens und die grundsätzliche Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung durch Tor- und Nachtwachen. Ihr Motiv war nicht der Sold oder die Beute, sondern die Liebe und Verantwortung für ihre Stadt.

Wie die Entwicklung der Stadt, war das Holzmindener Schützenwesen wechselvoll. Für Holzminden ist anzunehmen, dass die Gründung der Bürgerschützenwehr spätestens mit der Gewährung der Stadtrechte im Jahre 1245 durch den Grafen Otto von Everstein zusammenfällt.

Erstmalig ist ein Bericht aus dem Jahr 1519 vorhanden, der die Existenz der Holzmindener Bürgerschützen ausweist. Interessant dabei ist, dass die Stadt nach mehrmaligem Besitzwechsel im Jahr 1519 Eigentum der älteren Linie des Welfenhauses Braunschweig-Wolfenbüttel wurde. Damit waren Holzminden und seine Bürgerschützen über vier Jahrhunderte mit dem Herzogtum Braunschweig und seinem Welfenhaus geschichtlich eng verbunden. Der damalige Landesherr, ein weltgewandter und weitsichtiger Herrscher, befürwortete und förderte die sogenannten Bürgerschützen und die Abhaltung von Schützenfesten in seinem Lande und erließ entsprechende Verordnungen oder genehmigte die von Städten vorgelegten.

Es liegt in der Natur menschlicher Zusammenkünfte, dass sportlicher Wetteifer aufkam, der zur Ermittlung des Besten, des Schützenmeisters, führte. Das war ein weiterer Anlass, dieses Ereignis festlich und fröhlich als Schützen-Hof zu feiern. Da die Bürgerschützen allen Ständen und Schichten in der Stadt angehörten, waren es stets Volksfeste im wirklichen Sinne des Wortes. So wurden Brücken von Mensch zu Mensch geschlagen. Die Feste förderten die wahre Gemeinschaft und dienten dem Gemeinwohl und dem Gefühl der Heimatverbundenheit.

„Die Vergangenheit würdigen, die Gegenwart bewältigen, die Zukunft bedenken und allezeit dem Gemeinwohl dienen.“

Die Schützen - älteste städtische Organisation - vertreten durch ihre Schützenvereine, stehen heute wie vor Jahrhunderten zu diesem Wort. Handeln sie in Zukunft nach diesem Grundgedanken, so werden sie stets berechtigt sein, weiter zu bestehen.

Quellen:
Paul Reese - "Holzmindener Stadt- und Schützengeschichte" ©1968

Bernd Meyer - Überarbeitung von 2008

1500-1600